34 Fern bei Sedan

Die Schlacht von Sedan fand am 1. September 1870 im Deutsch-Französischen Krieg statt. Mit der Kapitulation der französischen Truppen und der Gefangennahme des französischen Kaisers am 2. September war sie vorentscheidend für den Ausgang des Krieges.

Sedan ist der Name einer Stadt und Festung in Frankreich. Sie liegt an der Meuse nahe der belgisch-französischen Grenze.

Napoleon III. hatte Preußen am 19. Juli 1870 den Krieg erklärt. Nach wochenlangen Kämpfen im Elsass und in Lothringen siegten die deutschen Streitkräfte und am 2. September kapitulierte der in Sedan eingeschlossene Napoleon.

Die Schlacht fand zwischen den deutschen Truppen (III. und IV. Armee) und der von ihnen eingeschlossenen französischen (Mac-Mahonschen-) Armee statt. Die französische Armee, zu Beginn der Schlacht unter dem Kommando des Marschalls Marie Edme Graf von Mac-Mahon (1808 – 1893), später unter General von Wimpffen, kapitulierte abends.

Napoleon III. übergab seinen Degen dem preußischen König Wilhelm, und begab sich (am 2. früh) in deutsche Kriegsgefangenschaft.
Am Abend des 3. September drang die Kunde von der Niederlage und der Gefangennahme des Kaisers nach Paris. Am 4. September wurde die Deputiertenkammer von Volksmassen gestürmt, kurz danach wurde die Absetzung des Kaisers verkündet und die Republik ausgerufen. Noch in der gleichen Nacht verließ die Kaiserin Paris und floh nach England. In Paris wurde eine Regierung der nationalen Verteidigung gebildet, der u.a. Jules Favre und Gambetta angehörten. Im Deutschen Reich wurde der 2. September als „Sedantag“ ein patriotischer Feiertag, der die Funktion des nicht existierenden Nationalfeiertages übernahm.

Liedertext (Original)

Fern bei Sedan

1.Fern bei Sedan auf der Höhe
Steht ein Infanterist auf der Wacht ,
neben seinem Kameraden ,den die
Feindeskugel tödlich traf .

2. Leise flüstern seine Lippen :
Du , mein Freund , kehrst wieder heim .
Siehst die teure Heimat wieder ,
kehst in unsrem Heimatdörflein ein .

3. In dem Dörflein , in der Mitte ,
steht ein kleines weißes Haus .
Rings umrankt von Rosenhecken ,
drinnen wohnst meine kleine Braut .

4. Nimm den Ring von meinem Finger ,
nimm den Ring von meiner Hand .
Drück auf ihre weiße Stirne
einen Kuß als Abschiedspfand .

5. Der Soldat , der haf s gesprochen ,
der Soldat , der haf s gesagt ,
seine Augen sind gebrochen ,
fern bei Sedan liegt sein kühles Grab .



Liedertext der Natroper BSG

Natroper Schützenlied

Hinterm Friedhof bis zur Lippe,
zwischen Wäldern Wiesen Höhn,
Ja, da liegt mein geliebtes Natrop,
Heimatland, wie bist du doch so schön.

Drinnen wohnen echte Männer,
Schützenbrüder, wir sind bekannt,
schwörten wir uns doch die Treue,
Schützen zu sein für unserer Natroper-Land.

Unsere Mädel, unsere Frauen,
treu wie Gold und guten Sinn,
denn wir hören doch zusammen,
geben wir Euch unser Letztes hin.

Unser Hauptmann und der Oberst,
sind auch Schützen aus unsern Reihn,
Ja sie leben doch so gerne
für die Natroper-Schützen ganz allein.

Schützenbrüder, laßt Euch sagen,
haltet stets die Wacht im Land.
Denkt, was Eure Väter waren,
Heimat dir gehört mein letzter Dank.